- Inhalte und Kontaktdaten müssen vor Veröffentlichung vollständig geprüft sein.
- Formulare, Weiterleitungen und mobile Bedienung sind typische Fehlerquellen.
- Die Datenschutzerklärung muss die tatsächlichen Datenbearbeitungen abbilden.
- Nach dem Go-live beginnt die messbare Optimierung.
1. Ziel und Inhalt
- Die Startseite erklärt Angebot und Zielgruppe in wenigen Sekunden.
- Jede Hauptleistung besitzt eine klare, eigene Aussage.
- Kontaktwege sind ohne Suchen erreichbar.
- Firmenname, Adresse und Kontaktdaten sind überall konsistent.
- Texte enthalten keine Platzhalter, falschen Orte oder ungeprüften Behauptungen.
2. Mobil und Bedienung
- Navigation funktioniert mit Touch und Tastatur.
- Texte sind ohne Zoomen lesbar.
- Buttons besitzen genügend Abstand und klare Beschriftungen.
- Formulare verwenden passende Eingabetypen und verständliche Fehlermeldungen.
- Die wichtigsten Seiten wurden auf mehreren Bildschirmgrössen geprüft.
3. Technik und Sicherheit
- HTTPS ist aktiv und alle Ressourcen werden sicher geladen.
- Backups und Wiederherstellung sind geklärt.
- CMS, Plugins und Serverkomponenten sind aktuell.
- Administrationszugänge nutzen starke Passwörter und Mehrfaktor-Authentifizierung, soweit verfügbar.
- 404-Seite, Weiterleitungen und Formularzustellung wurden getestet.
4. SEO-Grundlagen
- Jede indexierbare Seite hat einen eigenen Titel und eine Beschreibung.
- Pro Seite gibt es eine eindeutige Hauptüberschrift.
- Canonical, Sitemap und robots.txt sind korrekt.
- Bilder besitzen sinnvolle Dateigrössen und Alt-Texte, wo sie Inhalt vermitteln.
- Alte URLs werden bei einem Relaunch gezielt weitergeleitet.
5. Datenschutz und Veröffentlichung
- Impressum und Datenschutzerklärung passen zur tatsächlichen Website.
- Externe Dienste, Cookies und Datenweitergaben sind dokumentiert.
- Formulare erklären Zweck und Pflichtfelder.
- Analyse-, Newsletter- und Marketingdienste werden nur korrekt konfiguriert aktiviert.
- Verantwortung für Pflege, Inhalte und Sicherheitsupdates ist festgelegt.
Nach dem Go-live
Prüfen Sie Indexierung, Formulare, E-Mail-Zustellung, Serverfehler und die wichtigsten Nutzerwege erneut. Ein Go-live ist kein Abschluss, sondern der Beginn der realen Nutzung.
Erfassen Sie in den ersten Wochen Rückfragen und Absprünge. Sie zeigen oft schneller als abstrakte Designmeinungen, wo Inhalte oder Bedienung verbessert werden müssen.
Die Checkliste sinnvoll einsetzen
Die 25 Punkte sind keine Reihenfolge für den letzten Tag vor dem Start. Inhalt und Struktur gehören an den Anfang eines Projekts, Technik und Datenschutz in die Umsetzungsphase, und erst die Punkte zu Formularen, Weiterleitungen und Indexierung sind echte Go-live-Kontrollen.
Bewährt hat sich, die Liste zweimal durchzugehen: einmal auf der Testumgebung und ein zweites Mal nach dem Umschalten auf die produktive Domain. Mehrere Punkte – insbesondere HTTPS, Weiterleitungen, Formularzustellung und Indexierbarkeit – verhalten sich auf der Testumgebung anders als im Live-Betrieb.
Verantwortung festlegen
Jeder Punkt braucht eine Person, die ihn abnimmt. In der Praxis scheitern Kontrollen selten am Wissen, sondern daran, dass alle Beteiligten annehmen, jemand anders habe geprüft. Halten Sie deshalb pro Bereich fest, wer freigibt: Inhalt, Technik, Recht und Betrieb.
Bei einem Relaunch zusätzlich prüfen
Bei einem Relaunch kommen die alten URLs hinzu. Erfassen Sie vor dem Umschalten, welche Seiten Zugriffe oder Verlinkungen haben, und leiten Sie diese gezielt weiter. Pauschale Weiterleitungen auf die Startseite kosten Sichtbarkeit und verwirren Besucherinnen und Besucher. Wie ein solches Projekt strukturiert abläuft, ist unter Webdesign für Schweizer KMU beschrieben.
Wofür diese Checkliste nicht gedacht ist
Sie ersetzt keine rechtliche Prüfung von Impressum und Datenschutzerklärung und keine Sicherheitsüberprüfung durch Fachpersonen. Sie deckt auch keine Shop- oder Portalfunktionen ab: Zahlungsabwicklung, Lagerbestände, Benutzerkonten und Berechtigungen brauchen eine eigene, deutlich umfangreichere Abnahme.
Häufige Fragen zur Firmenwebsite-Checkliste
Wann sollte die Checkliste zum ersten Mal angewendet werden?
Sobald die Seitenstruktur steht. Ein Grossteil der Punkte betrifft Inhalt und Aufbau – Korrekturen sind dort deutlich günstiger als kurz vor der Veröffentlichung.
Muss jeder Punkt vor dem Start erfüllt sein?
Nein, aber jede bewusste Ausnahme sollte dokumentiert und terminiert sein. Ein offener Punkt ohne Termin bleibt erfahrungsgemäss dauerhaft offen.
Was gehört zwingend am Tag des Go-live geprüft?
HTTPS, Formularzustellung an eine überwachte Adresse, Weiterleitungen, 404-Seite und die Indexierbarkeit. Diese fünf Punkte verursachen die folgenreichsten Fehler.
Wie oft sollte danach nachgeprüft werden?
Sinnvoll ist ein fester Rhythmus für Updates, Backups und Formulartests. Insbesondere die E-Mail-Zustellung fällt oft unbemerkt aus, weil niemand ihr Fehlen aktiv bemerkt.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Orientierung und ersetzt keine individuelle Rechts-, Steuer-, Treuhand- oder Sicherheitsberatung.